Ein neuer Sklave (II)
Die Wohnung ist dann doch keine Studentenbude, wie zuvor angenommen. Sie ist sehr geräumig, mit einem Schlaf-, Wohn- und Arbeitszimmer. „Das Bett ist schön groß… nur schade, dass, wenn ich einmal hier eingezogen bin, du nur mehr in einem Käfig schlafen wirst, und ich es mir sehr gemütlich machen werde“, sage ich und erhalte, wie erwartet, eine quälende Grimasse als Reaktion zurück.
Zu sprechen habe ich meinem neuen Sklaven verboten. Nur wenn er gefragt wird, darf er mit „Ja, Herrin“ antworten. Nein, Herrin – so etwas darf es nicht geben. Und so lasse ich ihm meine ganze sadistische Ader spüren. Ziehe an seinen Brustwarzen, mache Ketten daran fest und frage, ob es ihm gefällt: „Ja, Herrin.“ Gehe um mein kniendes Objekt herum, verpasse ihm eine Ohrfeige, wenn ich vor ihm stehe, und einen Peitschenhieb auf den Arsch, wenn er mich nicht sehen kann. Ob dies angenehm ist: „Ja, Herrin.“ Sehe mich in seiner Wohnung um und finde Kerzen und Feuerzeug, ob er sich denn heißes Wachs auf seinen Schwanz wünsche. Er schluckt und antwortet, Mistress Katrina ergeben: „Ja, Herrin.“ Wer mich kennt, der weiß, wie gut ich mit heißem Nass umgehen kann. Mein neuer Sklave hat allerdings keine Ahnung und ist auch nicht vorbereitet… Immer wieder zuckt er zusammen, wenn das Wachs auf ihn tropft oder, peitschenähnlich, auf ihn geschlagen wird. Er beginnt zu stöhnen, doch einige Fußtritte und die Aufforderung, sich nicht als Memme anzustellen, bringen ihn auch wieder zum Schweigen. Ich liebe das Spiel mit dem Wachs. Es bedeckt seine Eichel und seine Hoden, seine Brustwarzen und sein Gesicht. Und genügend tropft auch auf den Teppich. Den kann er wegwerfen, denke ich mir – aber egal, so schön ist er auch wieder nicht.
Das Spiel mit dem Wachs besteht aus zwei Akten. Zum einen wird es aufgetragen – zum zweiten wieder heruntergemacht. Und das geschieht bei mir – erraten – nicht gerade auf die sanfteste Tour: mit einer Gerte nämlich. Und so schlage ich meinen Sklaven genüsslich überall dorthin, wo ich Wachs sehe, und so lange, bis fast alles wie Schuppen von seinem Körper gefallen ist. Er bietet ein Bild des Jammers, und dabei gehe ich heute noch vorsichtig mit ihm um! Ab in die Dusche, befehle ich, lasse ihn vor mir her kriechen, sehe zu, wie er mit zittrigen Beinen in die Wanne steigt – und sich tatsächlich eine angenehme Temperatur zusammenmixen will. Das gibt gleich drei extrastarke Extrahiebe. Du duscht kalt, du Weichei – nicht nur heute, sondern prinzipiell. Aschfahl starrt er mich an: „Ja, Herrin.“ Etwas später sitze ich auf seiner Couch; er liegt er zu meinen Füßen und küsst sich meine Stiefel empor. Ich beachte ihn gar nicht, denn das Buch, in dem ich gerade lese, finde ich sehr spannend. Ist doch schön, den Abend so zu beenden: mit guter Lektüre und einem willenlosen Sklavenstück, das mir nun komplett verfallen ist. Und beim nächsten Mal kann ich die Dressur auf einem höheren Level des Schmerzes fortsetzen. Ich freue mich schon darauf!
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