Das Weihnachtsgeschenk

Der Hauch von Weihnacht lag auch in seiner Wohnung. Strohsterne hatte er an den Fenstern angebracht, Kekse und Stollen eingekauft, die aus der Kochnische diesen klassischen süßen Duft des Jahreswechsels verströmten, einen kleinen Christbaum eingekauft und mit roten und silberfarbenen Kugeln dekoriert.
Und selbstverständlich fehlten auch die Geschenke nicht, die sich seine Herrin gewünscht hatte. Lange hochhackige Stiefel, eine Tasche, was zum Naschen, was zum Bestrafen. Klassisch Frau, grinste er, aber er verwarf seine Gedanken schnell wieder um sich auf das zu konzentrieren, was ihm aufgetragen worden war: sich an ein viertes und letztes Geschenk zu ketten, einen Schemel aus Stein und Eisen und demütig auf ihr Erscheinen zu warten.
Als das Kiste von den armen Kerlen des Postzustelldienst angeliefert worden waren, hatten sie ihn neugierig gefragt, was denn da drin sei. Er hatte nicht geantwortet, sondern sie gebeten, es sofort in die Nähe des Christbaums zu stellen. Der Block musste sicher an die 100 Kilogramm wiegen, laut der Beschreibung, die er im Internet gefunden hatte: aus reinem Marmor, mit Stahlleisten und Eisenschellen an allen vier Seiten.
Und nun kniete er nackt, mit abgebundenen Eiern vor diesem seinem Geschenk an seine Göttin, die Hände gefesselt, die Schlüssel noch in Griffweite und doch schon unerreichbar.
Er wartete auf die Schritte seiner Gebieterin. Den Haustürschlüssel hatte er wie befohlen unter die Fußmatte gelegt, und das Herz schlug höher, als er Geräusche hörte. Die Tür ging auf, und am Klang der Absätze und Zahl der Stimmen war klar, dass seine Herrin auch gleich noch jemanden anderen mitgebracht hatte. Ihn verließ der Mut aufgrund seiner exponierten Situation und aufgrund des Gedankens, dass einige Freundinnen seiner Domina ganz schön hart und pietätlos sein konnten.
In der Tat traten sie zu zweit vor ihn. „So habe ich mir das vorgestellt“, sagte Mistress Katrina jubelnd, stellte ihren rechten Fuß auf den Block und befahl: „Lecken!“
Gehorchsam leckte er das Stiefelchen sauber, das ihm dargeboten wurde, und küsste die Schuhspitze, wie ihm befohlen wurde. Dann war das linke Fußwerk an der Reihe.
Nach einer kurzen Besichtigungsrunde in der Wohnung kehrte Mistress Katrina mit einem Weihnachtskeks in ihrem Mund zum Christbaum zurück, nahm den Schlüssel an sich und meinte kauend: „Sklave, ich habe heute abend noch ein paar andere Geschenke entgegenzunehmen. Aber ich werde dafür sorgen, dass du in Gesellschaft bleibst. Meine Freundin hier wird dir mit ein paar Weihnachtshieben den Abend versüssen…“
Grinsend schob sie ihrem Opfer einen Kugelknebel in den Mund und legte ihm eine Ledermaske an. Und während sie sich Richtung Tür verabschiedete, spürte er den Schmerz, den eine gut durchgezogene Gerte auf einem nackten Arsch verursacht, zum ersten Mal…
Frohe Weihnachten, all meinen Sklaven. Genießt all eure Belohnungen und Geschenke – die Strafen und Bestrafungen werden 2010 nicht auf sich warten lassen.
Frohe Weihnachten, all meinen Freundinnen. Danke für ein interessantes und spannendes Jahr 2009, und hoffen wir, 2010 ebenso viel Spaß zu haben!
Filed under: GeschichtenNo Comments »
« Gier und Freude und Suche | Home | Neue Bilder online 28.12.09 »

Schuh und Dessous
SmartCafe

