Meiner Herrin neue Umgebung
Friday, June 25th, 2010Es war schon ein ganz besonderes Gefühl, als Mistress Katrina am Telefon flötete: „Beachte, dass ich eine neue Adresse habe!“ Eine neue Adresse, das bedeutete ein neues Studio, das bedeutete eine neue Umgebung mit neuen Folterinstrumenten. Doch was sollte ich kleiner Wurm schon anderes machen als gehorchen? So notierte ich Strasse, Hausnummer und Anweisungen und fand mich Stunden später wie befohlen in der neuen Residenz meiner Herrin ein.
Wie gewohnt ließ sie mich niederknien und ihre Füße zur Begrüßung küssen. Wie gewohnt legte sie mir auch gleich ein Halsband um, damit ich wusste, wem ich die nächsten Stunden gehörte. Dann erlaubte sie mir aufzustehen und hinter ihr in ihr „Wohnzimmer“ zu gehen. Wie gewohnt sah Mistress Katrina umwerfend um, in ihren hohen Lederstiefeln,
in ihrem schwarzen Rock und in ihrer weißen Bluse. Sie hatte so viel von strenger Gouvernante, erbarmungsloser Domina und anbetungswürdiger Göttin gleichzeitig, dass meine Gedanken auf und davon galoppierten.
Als hätte Mistress Katrina es geahnt, schnippte sie vor meinen Augen mit ihren Fingern und sagte grinsend: „Hier geblieben, Sklave! Sieh dich um, solange du noch Gelegenheit hast, später wirst du nur mehr meine Füße sehen!“ Meine Augen wanderten durch den Raum, blieben an einer kleinen, feinen Auswahl an SM-Literatur hängen, an einem Andreaskreuz, an einem schönen Glastisch. Hier also, dachte ich, wird meine Herrin mit ihren Freundinnen in Zukunft ihre Kaffeekränzchen feiern… Da passte es bestens im Bild, dass man im Vorraum quasi von einer Puppe empfangen wurde, sexy angezogen, mit langem, wallendem Haar.
Ein paar Belanglosigkeiten, um mir die größte Anspannung zu nehmen, und dann realisierte ich, eigentlich noch gar nichts gesehen zu haben. Ich kniete mich, wie aufgetragen, wieder nieder, zog mich bis auf die Haut aus, wurde an die Leine genommen und kroch hinter meiner Herrin in andere Räumlichkeiten. Aus den Augenwinkeln erspähte ich einen Sklaven, der in einem Käfig im Nasszellenbereich eingeschlossen war, doch Zeit zum Verweilen blieb keine. Ehe ich es mich versah, senkte sich das Licht – und ich hatte die Ehre, mich im Heiligtum meiner Göttin zu befinden.
Die Froschperspektive ist schon eine ganz besondere. Der Raum musste vielleicht fünf Meter hoch sein, und ganz, ganz weit oben waren horizontal drei schwarze Balken befestigt. An diesen befanden sich Geräte, von denen Seilen und Ketten zu Boden fielen – Flaschenzüge! Ein Bondage-Bett war zentral aufgestellt, ein Andreaskreuz, ein Spiegel. Und noch vieles mehr…
Denn wohin mich meine Herrin führte, war nicht zu ihrem Thron, sondern zu einem fast lebensgroßen Gemälde ihrer selbst, auf dem sie in einer Schaukel einen Drink am Strand genoss und sich die Füße von zwei Sklaven verwöhnen ließ. Was für eine geniale Zeichnung! „Geselle dich zu deinesgleichen und küsse die Füße“, trug mir Mistress Katrina auf, und gehorsam küsste ich das Bild. Sie hatte sich indessen mit einer Gerte bewaffnet und begann, meinen Arsch damit zu bearbeiten, wenn sie vermutete, dass mein Enthusiasmus für die Aufgabe nachließ.
Nach einiger Zeit durfte ich nicht nur die Füße auf dem Bild, sondern auch die Füße von Mistress Katrina herself küssen. Das Läuten an der Tür ließ mich zusammenschrecken, kam aber für meine Gebieterin anscheinend nicht überraschend. „Heute werden wir uns köstlich amüsieren“, grinste sie. Bevor sie sich jedoch aufmachte, die neuen Besucher einzulassen, hieß sie mich aufstehen. „Hinein mit dir in diesen Schrank“, befahl sie. Es war ein besonderes, in der Wand integriertes Mobiliar. Als ich darin stand, festgezurrt an Beinen, Hüften, Händen und Hals, konnte ich nur durch ein Gitter, das das obere Drittel der Tür ausmachte, in den Raum blicken. Und ich konnte mir vorstellen, dass dies nicht immer so bleiben würde…

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